Buruli-Ulkus

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(Mycobacterium ulcerans infection)

Buruli-Ulkus wird durch einen Keim ausgelöst, der hauptsächlich die Haut befällt, in manchen Fällen jedoch auch Knochen. Beim Krankheitserreger handelt es sich um Mycobacterium ulcerans, der zur selben Familie von Organismen gehört, die auch Lepra und Tuberkulose auslösen. Buruli-Ulkus ist bereits in mehr als 30 Ländern mit tropischem oder subtropischem Klima aufgetreten. Die Erkrankung könnte aber auch in weiteren Ländern vorkommen, wo sie bis jetzt noch nicht gesichtet wurde. Die Tatsachen, dass sehr wenig über diese Krankheit bekannt ist und dass sie vorwiegend ländliche Gebiete betrifft, tragen dazu bei, dass bislang sehr wenig über Buruli-Ulkus berichtet wird. Inzwischen gibt es Fortschritte hinsichtlich Mittel für Diagnosen im Anfangsstadium, Kenntnis über die Übertragungsform der Krankheit und wie die Behandlung verbessert werden kann.

Symptome

Buruli-Ulkus erkennt man an schmerzfreien, knotigen Hautschwellungen. Die Infektion führt oft zu massiver Zerstörung von Haut und Weichgewebe mit der Bildung von großen Ulzera an Beinen oder Armen. Bei frühzeitiger Behandlung können Antibiotika wirksam eingesetzt werden. Erfolgt die Behandlung nicht sofort, kann dies zu bleibenden Verunstaltungen, dauernder funktioneller Beeinträchtigung, wie etwa Bewegungseinschränkungen, schweren Läsionen und in manchen Fällen zu lebensgefährlichen Sekundärinfektionen führen. Entscheidend ist die frühe Diagnose mit darauffolgender Behandlung.

Vorsorge und Behandlung

Nach einem Impfstoff zur Behandlung von Buruli-Ulkus wird geforscht. Die derzeitige Bacille Calmette-Guérin (BCG)-Impfung bietet einen kurzzeitigen Schutz. Ein sicherer und effektiver Impfstoff wäre aber wohl der beste Weg um Buruli-Ulkus langfristig zu bekämpfen. Die WHO empfiehlt folgende Behandlungsmethoden:

  • Eine Kombination aus Rifampizin und Streptomycin/Amikacin für acht Wochen als First-Line-Therapie gegen alle Formen der Krankheit. Knötchen und unkomplizierte Fälle können ohne Krankenhausaufenthalt behandelt werden.
  • Eine Operation, hauptsächlich um abgestorbenes Gewebe zu entfernen, Hautdefekte abzudecken und Missbildungen zu korrigieren.
  • Maßnahmen zur Minimierung oder Vorbeugung von Behinderungen.

Weitere Informationen finden Sie auf Buruli ulcer project unter WHO

https://who.telederm.org